Vereinschronik

Auszüge aus der Festschrift anlässlich des 125-jährigen VereinsjubiläumsVereinschronik_seite_19

Auszug Festschrift zum 38. Gau-Turn-Fest des Rhein-Mosel-Gaues im Jahre 1921 Die Geschichte des Engerser Turnvereins beginnt bereits in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts und wurde sehr treffend in der Festschrift zum 38. Gau-Turn-Fest des Rhein-Mosel-Gaues im Jahre 1921 beschrieben. Nachfolgend einige Originalpassagen aus dieser sehr umfangreichen Dokumentation. (Siehe Originalabbildungen)

Es ist auch noch ein Protokollbuch aus der Gründerzeit vorhanden, in dem akribisch Inhalte jeder Vorstandssitzung von 1881 bis 1909 festgeschrieben sind.

Es wird hieraus ersichtlich, dass es einen Kassenbestand von 12,73 Mark gab und somit wahrlich noch keine Reichtümer angesammelt wurden. Die Gründung des jetzigen Vereins erfolgte am 29. Mai 1879 und aus den Unterlagen ist zu entnehmen, dass als erster Vorsitzender Eduard Bennhold gewählt wurde, der die Amtsbezeichnung Sprechwart trug, dazu kam ein Schriftwart, ein Kassenwart, ein Zeugwart und ein Beisitzer und als erstes Vereinslokal wurde der Gasthof zum Deutschen Haus gewählt. Es entwickelte sich bald ein recht aktives Vereinsleben. Es wurden viele turnerische Veranstaltungen besucht und beachtliche Erfolge erzielt…

Das 20-jährige Bestehen des Vereins wurde unter Beteiligung der Nachbarvereine im Jahre 1898 festlich begangen. In den folgenden Jahren wechselte oft der Vorsitz im Verein und Namen wie Louis Ebenau, Johann Kohns, Jakob Breitbach, Johann Schumann, Johann Kolb, Eduard Schumann, Philipp Hülpert und Karl Günter prägten das Gesicht des Vereins, bevor mit Wilhelm Eitner, der im Jahre 1906 den Vorsitz übernahm, eine gewisse Konsolidierung eingetreten ist. Im Zusammenwirken mit dem sehr verdienten Turnwart Peter Freund entwickelte sich der Verein in den folgenden Jahren zu einer turnerischen Gemeinschaft, die nicht nur in Engers, sondern auch darüber hinaus innerhalb des Rhein-Mosel-Gaues eine beachtliche Stellung einnahm…

1969 wurde in Engers ein glanzvolles Gauturnfest mit neuem Teilnehmerrekord veranstaltet. Vor allem die Vorführungen auf dem Rasenplatz bei herrlichem Wetter fanden eine große Publikumsresonanz und lösten wahre Begeisterungsstürme aus. 1971 wurde der Vereinsbeitrag für Kinder und Jugendliche auf 2,- DM und für Erwachsene auf 3,- DM festgesetzt, damit kam zum Ausdruck, dass zu den vielseitigen sportlichen Aktivitäten auch eine gesunde, zeitgemäße finanzielle Ausstattung gehört. Eine Mitgliederwerbeaktion vom 1.12.70 bis 28.2.71 brachte 78 Neuanmeldungen.

Erstmals wurde 1972 in der Sporthalle das nun schon zur Tradition gewordene Oktoberfest durchgeführt und für die Kinder ein Zeltlager im Waldheim im Sayntal arrangiert…

Die Vereinschronik kann in der Geschäftsstelle für 3 Euro erworben werden.